18.12.2012
DIPLOMTHEMENBESCHREIBUNG I

Als Antwort auf eine immer grösser werdende Nachfrage nach einer ganzheitlichen Lebensweise und gesunden und fair hergestellten Produkten entstehen weltweit immer mehr sogenannte Lebensmittelgemeinschaften,  auch FoodCoop’s genannt. Die Idee der Kooperative ist es eine regenerative Landwirtschaft zu fördern und die Lebensmittel auf schnellstmöglichem Weg vom Produzenten zum Konsumenten zu bringen. Auf Grund dessen können die Lebensmittel günstiger verkauft und gleichzeitig die Produzenten besser entlohnt werden.

STATUS QUO:
Auch in Basel wurde solch eine Kooperation ins Leben gerufen. Bereits über 100 Interessenten konnten akquiriert werden.Im Moment kann ein kleines Sortiment bestellt werden  (Gemüse, Getreide und Mehl, Milchprodukte, Eier, Brot) Die LGB steht in Kontakt mit mehreren lokalen Produzenten, die Konsumenten beliefern möchten. Konkrete Vereinbarungen gibt es  bisher mit zwei Höfen und einer Gärtnerei. Für einen Monatsbeitrag von CHF 10.- kann man über die LGB gesunde und natürlich hergestellte Lebensmittel möglichst aus der Region beziehen.

FRAGESTELLUNG/PROBLEMATIK/ARBEITSFELD
Solch ein Verkaufsmodell ist für beide Seiten, sowohl für den Produzenten als auch für den Konsumenten eine Bereicherung. Es gibt also nur Gewinner und das Model Verspricht Erfolg. Trotzdem ist es schwierig Menschen dazu zu bringen von diesem Modell Nutzen zu tragen.  Diese Problematik sollte das Fundament meiner Diplomarbeit sein.  Ich möchte theoretisch erforschen wie man mehr Menschen dazu bringen kann von ihren Gewohnheiten abzusehen und Projekte wie die LGB zu Unterstützen  und/oder zu Nutzen. Das Resultat meiner theoretischen Feldforschung möchte ich versuchen praktisch umzusetzen.

BEISPIEL/THESE
I. In der Auseinandersetzung mit der oben genannten Problematik stellt sich heraus, dass ein Zentrum/Ladenlokal die fehlende Komponente der Lebensmittelgemeinschaft ist. Ein Treffpunkt der sowohl als Ladenlokal aber auch als Ort des Austauschs und der Kultur wahrgenommen wird.
II. In einem Zweiten Schritt werde ich versuchen solch ein Ort zu schaffen/betreiben.III. Nach einem Jahr lässt sich reflektieren ob dieser neu geschaffene Ort die fehlende Komponente  für ein Projekt wie die LGB war.