Wien-Senones

Sprachkunst trifft Postindustrielles Design

Von meinen 150 Facebookfreunden sind 43 Zungenabbeisser, 20 reden nie ein Wort und basteln Kinderspielzeug, 77 spielen nur noch Karten – nein nicht Jasskarten – nicht mal Bridge – sondern Quartett: 75 Bruttotonnenregister, 23’000 PS. Man stelle sich das vor! Vielleicht sollte ich mich den Lala’s anschliessen – die haben wenigstens noch eine echte Überzeugung. Aber gibt’s die überhaupt noch? Wo finde ich echte Freunde. Bei den Piraten läuft auch alles nur noch flüssig im Netz – liquid democracy.

Das Institut Hyperwerk, Schweizer „Hochschule für postindustrielles Design“ und das Institut für Sprachkunst (ISK) an der Universität für angewandten Kunst, haben dieses Jahr gemeinsam an transmedialen Erzählungen gearbeitet, Dramen, die ihre Geschichten über mehrere Medienkanäle verteilt, inszenieren: entstanden sind Hybride, die sich u.a. als Teleshoping-Show, fiktionale Dokumentation, poetische Skulptur oder als Kommunikationsattentat der Zungenschneider- Sekte manifestiert haben.

Die vielfältigen Ergebnisse dieser Verbindung von Schriftstellei und Design werden bei Aufführungen in Basel, Freiburg, Graz und Wien vorgestellt.