Diplomprojektbeschreibungen:

14.12.2012
Ein audiovisuelles „Abstimmungsbüchlein“

als zugängliche Quelle politischer Information

In meinem Diplomprojekt möchte ich ein audiovisuelles Format entwickeln, welches nach dem Vorbild des Abstimmungsbüchleins politische Informationen vermittelt. Denn meiner Ansicht nach hat man oft nur Zugang zu schwer verständlichen und ideologisch aufgeladenen politischen Informationen. Ich versuche also ein Format zu entwickeln, welches diskursiv erarbeitete Informationen mit audiovisuellen Mitteln verständlich und prägnant Vermittelt.

Um sich eine Meinung bilden zu können braucht man Informationen über den strittigen Sachverhalt. Diese können zum Beispiel vor Abstimmungen im Abstimmungsbüchlein oder über diverse Medien in Beiträgen, Streitgesprächen oder Kolumnen in Erfahrung gebracht werden.

Onlinemedien und YouTube haben neue Varianten und Stile der Wissensvermittlung hervorgebracht. Diese Möglichkeiten werden in der Vermittlung von politischen Informationen noch kaum eingesetzt.

Die Möglichkeit zur Interaktionsfähigkeit und Prägnanz von Onlinemedien möchte ich nutzen um den politischen Diskurs zugänglicher, verständlicher und attraktiver zu gestalten.

Damit in einer Gemeinschaft ein fairer Diskurs möglich ist, müssen alle Diskussionsteilnehmer auf dem gleichen Wissensstand sein, und die Informationen müssen von allen Diskussionsteilnehmern akzeptiert werden. Im Jahresthema „Jetzt Gemeinschaft“ geht es um einen zeitgemässen Umgang mit Gemeinschaften. Ich möchte mich in meinem Diplom, exemplarisch mit der Gemeinschaft der Schweiz oder der von Basel beschäftigen und Grundlagen zur Vertiefung des politischen Diskurses in diesen Gemeinschaften schaffen.

Ausgangslage des audiovisuellen Formates soll ein „Manifest“ sein, in welchem aufbauend auf der Diskursethik die ethischen Grundsätze, nach welchen das Format funktionieren soll, festgelegt sind. Innerhalb dieser ethischen Richtlinien soll ein Regelwerk entstehen das die Produktion des Formates anleitet.

Dieses soll aus zwei Ebenen bestehen die gleichzeitig auch zwei Produktionsschritte darstellen. In einem ersten Schritt werden die Informationen in Experteninterviews mit Meinungsvertretern gewonnen. Diese sollen dann in einem zweiten Schritt zu einem kompakten Videobeitrag, der aus einem gesprochenen Text und einer visuellen Untermalung besteht, weiter verarbeitet werden.

Beide Schritte sollen über bestehende Onlineplattformen, von noch zu findenden starken Partnern (z.B.: Tamedia, Tageswoche oder Politnetz) einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Wobei Schritt zwei als primäres Produkt funktionieren soll und Schritt eins als Zusatzinformation fungieren soll.

Ziel des Formates soll es sein, dass Diskussionen mehr auf der Basis von Fakten geführt werden können, denn auf ideologisch aufgeladenen Behauptungen. Ich suche nach Wahrheiten und Beweggründe.

Die grössten Herausforderungen in meinem Projekt werden sein wie ein solches Format in der Entstehung diskursiv sein kann. Wie sich das Format den ethischen Ansprüchen der Diskursethik annähern kann? Wie kann dieses Format gestalterisch umgesetzt werden, dass es auch optisch neutral wirkt? Und wie muss es sich präsentieren, dass die richtigen Partner zu gewinnen sind?

Erstes grosses Ziel ist es ein Team zusammenzustellen einerseits aus Leuten aus dem HyperWerk andererseits würde ich gerne noch jemanden der Medienwissenschaften, Soziologie oder Politologie studiert hat mit dabei haben.

Dann ist mir wichtig einen externen Coach vermutlich aus dem Journalistischen bereich zu finden.

Inhaltlich geht es in einem ersten Schritt darum das „Manifest“ zu verfassen und die Regel für die Produktion aufzustellen. Danach möchte ich probehalber eine Folge produzieren. Damit möchte ich dann Partner suchen, über deren Plattform das Format der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt werden kann.