10.11.2012
Entwurf Fragestellung Diplomthema: Neue Audiovisuelle Formate die den politischen Diskurs vertiefen

Wie kann man die neuen Gestaltungsmöglichkeiten welche auf Youtube entstanden sind nutzen um den politischen Diskurs zu vertiefen?

In meinem Diplomprojekt möchte ich aktuelle Lösungen suchen, die den politischen Diskurs vertiefen. Ich bin der Meinung, dass dieser oft zu wenig tiefgründig geführt wird. Aus diesem Grund möchte ich audiovisuelle Formate entwickeln und erproben, welche sich nicht nur mit dem politischen Alltag befassen, sondern auch auf Visionen und Moralvorstellungen eingehen.

Fruchtbar diskutieren und dabei aufeinander eingehen ist wichtig, weil damit Respekt und Verständnis der anderen Meinung ermöglicht wird. Im Jahresthema „Jetzt Gemeinschaft“ geht es um einen zeitgemässen Umgang mit Gemeinschaften. Ich möchte mich in meinem Diplom, mit der Gemeinschaft der Schweiz oder der von Basel beschäftigen und Ansätze zur Vertiefung des politischen Diskurses in diesen Gemeinschaften entwickeln.

Grundlage der audiovisuellen Formate welche ich in meinem Diplom entwickeln will, sollen Theorien oder Erkenntnisse aus Philosophie, Politologie oder Soziologie sein. Darauf aufbauend möchte ich Diskursformen entwickeln, welche andere Ansätze verfolgen als die in der Schweiz bereits bekannten. Ich möchte versuchen den Diskurs aus gängigen Mustern heraus zu lösen und mit innovativen Lösungen neue Wege gehen. Mich interessiert der Hintergrund einer politischen Haltung. Ich suche Wahrheiten und Beweggründe.

Der politische Diskurs findet vor allem in traditionellen Medien wie Zeitung und Fernsehen statt. Allenfalls wird er noch durch Partei- und Ratskandidatenvideos, einige Blogs oder Akteure wie „Müslüm“ ergänzt. Die zu entwickelnden Formate sollen dazwischen angesiedelt werden und eine zeitgemässe Ergänzung dazu bieten. Onlinemedien und Youtube haben neue Varianten und Stile der Wissensvermittlung hervorgebracht. Diese Möglichkeiten werden meiner Meinung nach in der Schweiz noch zu wenig eingesetzt. Die Interaktionsfähigkeit oder Prägnanz von Onlinemedien möchte ich einerseits nutzen um den politischen Diskurs zugänglicher, verständlicher und attraktiver zu gestalten. Andererseits sollen Möglichkeiten eröffnet werden um vertieft auf Meinungen und Visionen einzugehen.

In einem ersten Schritt möchte ich verschiedene Formate ausprobieren und dann versuchen eines der Öffentlichkeit zugänglich zu machen um es dort direkt zu erproben.

In meiner Recherche suchte ich nach Analysen des politischen Diskurses. Herausgestochen ist die Doktorarbeit von Nina M. J. Barske aus dem Jahr 2004 über „Die Qualität des medialen politischen Diskurses“, welche das verhalten von Teilnehmern an öffentlichen politischen Diskussionen analysiert.

Wichtig scheint mir auch die „Diskurstheorie“ von Jürgen Habermas. Sie geht auf grundlegende Verhaltensregeln in der Diskursführung ein.

Das Potential meiner Diplomarbeit liegt in der Kombination von aktuellen audiovisuellen Medien mit den theoretischen Erkenntnissen von zum Beispiel Habermas und der Reflexion etablierter Diskursformen.