1.11.2012
Abstract Diplomthema

Idee
Im Zentrum meiner Diplomidee steht ein Microcopter eine sogenannte Drohne.
Dieses, kürzlich mit Luca Müller zusammen angeschaffte Werkzeug soll es uns ermöglichen mit einer hoch auflösenden Videokamera Kameraflüge zu machen.
Kameraflüge in hoher Bildqualität, sehr dynamisch und nahe am Geschehen.
Die Microcoptertechnik  ist im Gegensatz zu herkömmlichen Kameraflügen mit richtigen Hubschraubern viel günstiger.
Die sichere und einfache Bedienung erlaubt es nahe am Objekt und sogar in Innenräumen zu fliegen.

Es gibt in der Schweiz bereits ein etabliertes Unternehmen, dass solche Kameraflüge anbietet.
Deadycam aus Meinigen http://dedicam.tv/?page_id=42
ist eine junge Pionierfirma die Kameraflüge auf höchstem Qualitätsniveau produziert.
Daneben gibt es ein paar wenige, funktionierende und einige im Aufbau begriffene Unternehmen, die Kameraflüge mit der Drohne vermarkten.

In der Recherche, die ich mit Luca Müller zusammen gemacht habe und die auf folgendem Blog ein zu sehen ist,
http://fliegdroneflieg.wordpress.com/
haben wir folgende Anwendungsgebiete entdeckt:

  • Militär (Suchen, Überwachen, Zerstören)
  • Polizei (Suchen,Überwachen)
  • Rettungsdienste (Suchen, Datenerfassung)
  • Forschung (intelligente drohen)
  • Wartung (Solaranlagen, Tiefbau)
  • Video (Sport, Imagefilm, Werbung)

Ich werde mein Diplomprojekt im Bereich Video machen. Dabei möchte ich, und das ist neu und nur möglich, weil diese technische Entwicklung eine günstige Produktion erlaubt, Videoarbeiten im Umfeld von Gestaltern, Künstlern, Aktivisten, Kulturschaffenden und NGO’s machen.
Ich möchte in der Lage sein, kleine aber ganze Produktionen im eigenen Team anbieten zu können.
Um möglichst mobil zu sein, möchte ich mir ein Kitt aus Videoequipment bauen.
In einer Versuchsreihe würde ich gerne Equipment entwickeln und  Möglichkeiten erproben, wie die Kameraflüge sinnvoll ergänzt werden  können.
Ausgerüstet mit einem, in einem Flycase verpackten Kitt will ich mobil agieren können.

Team
Ich habe mit Luca Müller und Sandino Scheidegger ein Team gebildet. Zusammen wollen wir ein Unternehmen aufbauen, welches Kameraflüge kommerziell anbietet.
Meine Diplomarbeit aber auch die von Luca soll den Aufbau dieses Unternehmens bereichern, das Netzwerk erweitern und dem Vorhaben zu einer grösseren gesellschaftlichen Relevanz  verhelfen.

Fragestellung
Was ich bis jetzt in diesem Text beschrieben habe, umreisst meine Idee und die Ausgangslage in welcher ich mich befinde.
Ich weiss, dass ich mein Diplom mit dem, als Werkzeug dienenden Microcopter machen will.
Um dieses Ziel realisieren zu können muss ich mich intensiv mit der Technik und der Bedienung des Microcopters auseinander setzten.
Es wird Teil meiner Diplomarbeit sein, diesen Lernprozess zu gestalten.
Obwohl ich überzeugt bin, mit der Verbindung der Kamera mit dem Microcopter ein potentes Medium gefunden zu haben, weiss ich noch nicht, wie die Fragestellung meiner Diplomarbeit aussehen wird.
Ich muss mir noch klarer werden, was meine Aufgabe und meine Rolle im Team ist.
Wie entwickle ich meine individuelle Fragestellung?
Die Thematik meines Diploms offenbart sich parallel zu den ersten Flug und Filmerfolgen.
Als Produkt meines Diploms wird ein, mit Kameraflügen produzierter Film stehen.

Aus dem Lernprozess, den ich zuerst zu einem gewissen Teil durchlaufen muss, bevor ich mir darüber klar werden kann, was mein Diplomprojekt sein könnte,entsteht schon jetzt ein Themenfeld in dem sich mir folgende Fragen stellen.

  • Wo liegen die technischen Grenzen der Microcopter?
  • Was sind mögliche Anwendungsgebiete?
  • Kann die Negative Motivation der Entwicklung von Drohnen für einen positiven Nutzen eingesetzt werden?
  • Gibt es sinnvolle Überwachung?
  • Kann man der staatlichen Überwachung  mit einer Drohne etwas entgegensetzen?
  • Was kann man aus der Ästhetik eines Kamerafluges machen?
  • Kameraflüge eignen sich gut für Imagefilme und Werbung. Kann man in diesen Bereichen politisch Einfluss nehmen?

Relevanz
Die Microcoptertechnik hat einen entscheidenden Punkt erreicht. Sie ist für ein breites Publikum zugänglich geworden.
Einerseits weil die Anschaffungskosten rasant gesunken sind, andererseits weil die Microcopter relativ leicht und sicher zu fliegen sind.
Es ist zu erwarten, dass sich bald viele neue Anwendungsgebiete entwickeln werden.
Die Microcopter werden sich spezifischer auf die jeweiligen Verwendungszwecke entwickeln.
Die neue Möglichkeit, Kameraflüge mit einem Microcopter zu machen bedeutet auch für Gestalter eine neue Herausforderung.
An unzugänglichen Orten filmen zu können bringt eine neue Perspektive, die ich als Prozessgestalter erkunden will.

Gemeinschaft
Die Drohne als ein neues Medium kann ein Spielzeug sein, welches es einem ermöglicht mit Menschen in Kontakt zu treten.
Die Erklärung der Erfindung , die vielen noch fremd ist, kann Auslöser für einen Dialog werden.
Die Entwicklung neuer Ideen und Einsatzmöglichkeiten können eine gemeinschaftsstiftende Suche sein.
Die Interdisziplinalität meiner Absicht, nicht nur Kameraflüge sondern ganze Produktionen zu realisieren und daraus ein Start up zu gründen, bedingt viel Teamarbeit und ein aktiven Einbezug meines  Netzwerks.
Eine weitere Möglichkeit, die ich in Betracht ziehe, für die ich mich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht entscheiden kann, wäre es die neue Perspektive ein zu setzen um eine oder mehrere Gemeinschaften filmisch zu dokumentieren.