Thessaloniki, Istanbul, Vilnius, drei Städte, welche sich von der Mentalität sehr stark unterscheiden aber allesamt einen ähnlichen Hintergrund haben. Alle drei wurden sehr geprägt durch fremde Besetzungen oder Eroberungen. Am aktuellsten betrifft  dies Litauen, das erst seit 1991 von der Sowjetunion unabhängig wurde.

Man findet heute immer noch Spuren davon. In Thessaloniki, vor allem bei den älteren Einwohnern besteht nach wie vor eine grosse Abneigung den Türken gegenüber, was umgekehrt genauso gilt. In Thessaloniki hatte ich das Vergnügen die kleine NGO „United Societies of Balkans“ kennenlernen, welche sich dafür einsetzt, diese Vorurteile und Abneigungen zu beseitigen. Valentin Felber und ich nützen diese Gelegenheit, um ein Portraitvideo über dieses NGO zu machen, welche unter den folgenden Link zu sehen ist:
ZU FÜNFZEHNT GEGEN VORURTEILE – Video Portrait von United societies of Balkans

Litauen wurde während der Sowjetunion teilweise von Polen besetzt. Jedoch im Gegenteil zu Griechenland und der Türkei ist ein ähnliche Abneigung bei den Litauer nicht zu finden. Obwohl man dort über diese Zeit nicht gern redet, scheint es mir, als hätten sie diese Zeit sehr gut verdaut.

Allgemein, scheinen mir Litauer sehr offen zu sein, wo ich hingegen bei den Griechen und Türken eher auf eine reservierte Art stiess. Obwohl die Gastfreundlichkeit bei den drei Städten ähnlich war, hatte ich nur in Litauen das Gefühl aufgenommen zu sein.  Nun, versteckt sich etwas hinter dieser Offenheit? Und wenn ja, was?