ERINNERUNGEN IM JETZT

Wenn wir weg von Zuhause sind, auf Reisen zum Beispiel, halten wir das fest, was uns fremd ist. Wir fotografieren die einzigartigen Taxis in London, die Inderinnen in farbenfrohen Saris oder ein Finne im eiskalten See nach seinem Saunagang. Was wir nicht kennen, zeichnen wir auf, wollen wir Erinnerung behalten. Und so schaffen wir im Jetzt die zukünftigen Erinnerungen

Mit den Themen Erinnerung, Zeit, Symbolik und Metaphern beschäftigen sich im diesjährigen INSPIRE FESTIVAL 2012 in Thessaloniki 50 Künstler auf ihre eigene Art und Weise. In einem sechstägigen Workshop gestalten sie unter stetigem Austausch untereinander etwas. Was in dieser Zeit entsteht, wird anschliessend im Macedonian Museum of Contemporary Art in Thessaloniki ausgestellt.
Andrea und ich haben den Workshop heute besucht und wurden eingeladen mitzumachen. Eine grosse Ehre und Chance für uns, dort einen Beitrag zu leisten. Wir sind motiviert und begeistert von dieser Idee. Darum haben wir uns direkt nach dem Besuch im Museum mit konzeptionellen Fragen auseinandergesetzt. Bald kamen wir auf den Gedanken der Erinnerung im Jetzt, denn was in der Fremde auffällt, ist das was wir nicht kennen. Eigentlich logisch. Es verändert sich aber der Blick auf die Dinge. Wir schauen nach oben wenn wir durch die Strassen laufen, nicht wie in Basel wo ich nur geradeaus oder auf den Boden schaue. Wir sind neugierig. All diese Entdeckungen sind auch Erinnerungen. Sie entstehen im Moment des Entdeckens, wir fotografieren sie und kleben sie ins Album.

Mehr Infos unter: http://www.mmca.org.gr/mmst/data/en/static/docs/INSPIRECALLeng.pdf