21.1.2013
Basskerade – ein partizipativer event

Unter dem Label H.E.A.R – High End Audio Ritual haben zwei Kollegen und Ich einen partizipativen Event organisiert. Der Name der Veranstaltung Basskerade ist zusammen gesetzt aus dem Wort Bass und Maskerade. Bass aus dem Grund, da wir ein selbstgebautes Soundsystem aufgestellt haben, das stark auf die unteren Frequenzen der Musik spezialisiert ist. Auch die Liveacts und die Musikstücke die wir auflegen, bespielen mit Vorliebe diese tiefen Frequenzen. Für uns ist der Bass ein Medium, um die Teilnehmer miteinander zu verbinden. An sich hat ja bereits die Musik im Allgemeinen diese Eigenschaft, doch der Bass gibt jedem Körper die gleiche Empfindung. Jeder spürt die gleichen Vibrationen.

Der Anlass für die Maskerade lieferte uns der appenzellische Brauch des Alten Silvesters. Er lebte weiter als Widerstand zum im Jahr 1800 eingeführten gregorianischen Kalender. Der Brauch wird auch heute noch mit sehr aufwändigen Verkleidungen ausgeführt. Wir wollten dieses Tradition aufgreifen und neu interpretieren. Alle Teilnehmer wurden dazu aufgerufen verkleidet zu kommen. Für alle die keine Masken hatten, wurden am Nachmittag vor dem Event Masken gebastelt. Dieser Workshop war für jeden frei zugänglich. Mit den Maken wollten wir erreichen, dass die Besucher ihren Scham und ihre alltäglichen Muster niederlegen und eine neue Identität annehmen können. Dies sollte auch die Interaktion zwischen den Menschen fördern.

Ein weiteres Elememt, dass an ein Ritual erinnert, war der liebevoll gestaltete Altar. Ausgestatten mit verschiedenen Materialien aus dem Wald und einer Räucherschale schuff er eine zusätzlich mystische Stimmung in der Halle. Der Rauch und der gute Geschmack erschafft eine angenehme Atmosphäre.

Anstatt normalen Eintrittsbändel oder Stempfel habe ich im Hyperwerk Eintrittsmedaillons gelasert. Durch dieses gut sichtbare Symbol sollten sich die Besucher mehr als Einheit, als Teilnehmer eines gemeinsamen Rituals verstehen. Jeder gehört zur gleichen Gemeinschaft und bereichert mit seiner Verkleidung und seiner neu angenommenen Persönlichkeit den Event in der Weise wie er sich dazu entschieden hat.

Durch einen Zeitungsartikel der im Vorfeld durch ein Interview mit uns entstand, fand der Event auch zu einer breiteren Öffentlichkeit.

Mit einer angenehm vollen Halle, vielen bunten Gästen und fast durchwegs positiven Feedbacks war dieser Event ein voller Erfolg. Viele Gäste lobten die gelassene und offene Stimmung und die vielen kleinen Details, die an dem Event zu finden waren. Hier ein paar Eindrücke: