Diplomprojektbeschreibung
Benjamin Kniel | Dodici
24.12.2012
Institut HyperWerk
University of Applied Sciences FHNW Academy of Art and Design

Inhalt
1.      Projektname
2.      Projektbeschrieb
2.1    Hintergrund
2.2    Fragestellung und Zielsetzung
2.3    Beschreibung des Themas und des Projektes
2.4    Vorgehensweise / Methode
2.5    Gemeinschaftsthematik
3.      Arbeitsplanung
4.      Ergänzungen zum Labelprojekt
4.1    Team
4.2    Markt und Wettbewerb
4.3    Werbung
4.4    Finanzierung
4.5    Brainstorming Labelkatalog
5.      Ablaufschema
6.      Webseite
7.      Mögliche Partner

1. Projektname / Labelname
«Klinch» [Arbeitstitel]

2. Projektbeschrieb

2.1 Hintergrund
Durch meine Arbeit als Grafiker beschäftige ich mich seit Jahren täglich mit Visueller Gestaltung. Als Ergänzung gibt mir das DJing den Raum, mich mit Musik auseinanderzusetzen. Drittens bin ich in meiner Funktion als VJ, bei der Musikband Klischée, in einem permanenten Dialog zwischen Musik und Visueller Gestaltung – diese Auseinandersetzungen versuche ich zu nutzen. Meine HyperWerkprojekte der letzten zwei Jahre befassten sich alle mit dem Spannungsgebiet zwischen bewegtem Bild / Grafik und Musik. Parallel dazu ist die VisualMusic-Szene in den letzten Jahren enorm gewachsen, was sich auch durch Diplomarbeiten am HyperWerk ausdrückt. Hier besteht inzwischen ein breites Netzwerk an Studierenden, die sich mit AudioVisuellen Arbeiten auseinandersetzen. Diplomprojekte wie DUBSCOPE (Jonas Mettler), TAPE (Gianni Horst), LVX.T V (Niculin Barandun), etc. bewegen sich im AudioVisuellen Themenfeld, in das auch ich weiter eintauchen möchte.

2.2 Fragestellung
Wie kann ich im angeschlagenen Musikmarkt wahrgenommen werden oder bietet mir VisualMusic die Möglichkeit einer Selbständigkeit in der Kreativwirtschaft?

2.3 Beschreibung des Themas
Dass die goldenen Zeiten der Tonträgerverkäufe vorbei sind, ist inzwischen jedem klar. Die Gründe für die seit Jahren rückläufigen Absatzzahlen zu dem im Gegensatz stetig steigenden Musikkonsum der Menschen, sind vielfältig.

Jens Winkelmann vom (Lado-Label): «Ich glaube der wichtigste Punkt ist einfach, dass heutzutage Musik einen anderen Stellenwert hat als vor zehn Jahren. Jugendliche haben den Fokus heute eher auf Mode, Spiele, Gameboy usw. Besonders Mode ist sehr wichtig. Wenn Leute in der Schule die neuen Nike Sneakers haben, sind sie irgendwie hipper, als wenn sie die neue «Tocotronic»-CD haben. Da hat sich etwas verändert.»

Digitaler Musik fehlt es am «gefühlten Wert» die der Konsument braucht, damit er bereit ist, Geld zu bezah- len. Ich möchte versuchen durch das Zusammenspiel von Visueller Gestaltung und Musik eine Wertigkeit zu entwickeln. Dafür werde ich den VisualMusic-Begriff ausreizen und passende Vermarktungskonzepte suchen.

2.4 Vorgehensweise / Methode
Als erstes Pilotprojekt gründe ich das Label «Klinch» [Arbeitstitel], welches mir helfen wird, in einer realen Umgebung mit Musik und Visueller Gestaltung geeignete Formate zu finden und diese testen zu können. «Klinch» macht sich auf die Suche nach dem CD-Cover von heute. Dabei werden Musiker mit ihren Songs auf Visuelle Gestalter treffen, die passend zur Musik Poster gestalten. Der Labelkatalog wird also nicht nur aus Musikern und deren Produktionen bestehen, sondern auch aus AudioVisuellen Kollaborationen. Die Zusammenarbeit wird filmisch festgehalten und als «Branded content» für Eigenwerbung verwendet.

Der Label-launch wird mit einem Konzert gefeiert, an dem Künstler während dem Konzert «gestalten» um so dem Publikum exemplarisch die Grundidee des Labels zu visualisieren.

Bewusst treffen bei meinem Projekt digitale auf analoge Techniken und Vermarktungsmethoden. «Klinch» soll mir helfen zu erkennen, welche «physischen» Wege einen «Mehrwert» darstellen und was in Zeiten der Digitalisierung überflüssig geworden ist.

2.5 Gemeinschaftsthematik
Im Kontext meiner Diplomarbeit ist das Jahresthema «Gemeinschaft» für mich Ansatz einer tiefgreifenden Beschäftigung mit der Kreativwirtschaft und der AudioVisual-Community. Des Weiteren interessieren mich vor allem die Aspekte der Finanzierung von Arbeitsgemeinschaften und Ateliers, aber auch welche Formen von Arbeitsgemeinschaften es für Selbstständige gibt und wie Gemeinschaften mit gesellschaftlichen Fragen umgehen.

3. Arbeitsplan

4. Ergänzungen zum Labelprojekt

4.1 Team
Benjamin Kniel > Projektleitung / Kuration
Kilian Spinnler > Artists and Repertoire
Rebekka Schaerer > Beratung Visuelle Gestaltung
Jan Knopp > HyperWerk Coach

4.2 Markt und Wettbewerb
Zielgruppe meines Musiklabels ist Sinus C1, das Milieu der Performer, welche vom Sinus-Institut folgender- massen beschrieben wird: C1 ist die multi-optionale, effizienzorientierte Leistungselite mit global- ökonomischem Denken und stilistischem Avantgarde-Anspruch; hohe IT- und Multimedia-Kompetenz. Vereinfacht ausgedrückt, besteht diese Gruppe vor allem aus jungen Menschen, vermehrt Männern, welche ein hohes Bildungsniveau haben und sich als junge Elite und Trendsetter fühlen. Sie legen Wert auf einen hohen Lebensstandard und stehen der Globalisierung positiv gegenüber – sehen sich dementsprechend als Teil des Global Village. Wichtig sind ihnen neue Technologien, welche sie bereits vollkommen in ihren Alltag integriert haben. Es wird spontan konsumiert mit einer hohen Affinität zu Luxusprodukten. Diese Bevölkerungsschicht stellt gegenwärtig rund 10% der Schweizer Bevölkerung dar.

Bei den gehörten Musikstilen kommt Dance, Techno und House in der Schweiz an vierter Stelle, was einen einen Höreranteil von 10% ausmacht. (Quelle: BFS, 2008) Die Altersgruppe entspricht meinem C1-Segment und wird vor allem von jüngeren Menschen gehört. Neuere Medien wie Internet, iPod, MP3-Player oder Handy werden umso eher eingesetzt, je jünger die Hörerinnen und Hörer sind. Beispielsweise nutzen rund vier von fünf 15 bis 29-Jährigen, welche angeben Musik zu hören, einen iPod bzw. MP3-Player.

4.3 Werbung
Einige Kollaborationen zwischen Musikern und Visuellen Gestaltern werden filmisch festgehalten und als «Branded content» verwendet. Die Videos sollen über Vimeo und YouTube auf Blogs gestreut werden.

4.4 Finanzierung
Nach dem Einholen von Offerten und der Fertigstellung meiner Kostentabelle, werde ich eine erste Gruppe von sechs Produktionen für mein Label berechnen. Anschliessend werde ich ein Startkapital definieren und versuchen dieses über ein «we make it» Projekt einzuholen.

4.4. Recherche Druckkosten


5. Ablaufschema

6. Webseite
Home = Labelkatalog / Metanavigation (Facebook & Twitter)
Catalog > Labelkatalog (Entspricht der Homeseite) / Artists > Liste der vertretenen Künstlerduos
Infos > Contact, AGBs und Shipping / About > «About us», Partner und Contact

CMS: www.cargocollective.com/ (Template: counterform-byday)
Design recherche: http://www.samchirnside.com/ / http://www.garethwrice.com/


7. Mögliche Partner
> Druckereien
> Speditionen