1. Herleitung
Durch meine Arbeit als Grafiker beschäftige ich mich seit Jahren täglich mit visueller Gestaltung. Als Ergänzung gibt mir das DJing den Raum, mich mit Musik auseinander zu setzten. Drittens bin ich in meiner Funktion als VJ bei der Musikband Klischée einem permanenten Dialog zwischen Musik und Visueller Gestaltung – diese Auseinandersetzungen versuche ich zu nutzen. Meine HyperWerkprojekte der letzten zwei Jahre befassten sich alle mit dem Spannungsgebiet zwischen bewegtem Bild / Grafik und Musik. Parallel dazu ist die VisualMusic-Szene in den letzten Jahren enorm gewachsen, was sich auch durch Diplomarbeiten am HyperWerk ausdrückt. Hier besteht inzwischen ein breites Netzwerk an Studierenden, die sich mit AudioVisuellen Arbeiten auseinandersetzen. Diplomprojekte wie DUBSCOPE (Jonas Mettler), TAPE (Gianni Horst), LVX.TV (Niculin Barandun), etc. bewegen sich im AudioVisuellen Themenfeld, in das auch ich weiter eintauchen möchte.

2. Fragestellungen
Rahmen: Bietet mir AudioVisual die Möglichkeitet einer Selbständigkeit in der Kreativwirtschaft?
Projekt: Was für Arbeiten kann ich jenseits des gängigen Rasters produzieren.

3. Klärung
Recherche: In den letzten Monaten habe ich bereits viele einzelne Musik- und visuelle Arbeitsfelder in der Kreativwirtschaft recherchiert. Nun möchte ich diese durch bereits existierende mediale Mischformen ergänzen und alles so dokumentieren, dass ich mir einen Überblick verschaffen kann. Rahmen: Anschliessend soll mir eine medienübergreifenden Arbeitsgemeinschaft helfen, den Rahmen für mein Diplomprojekt zu schaffen. Hierfür möchte die zusammenarbeiten mit Musikern und visuellen Gestaltern, welche ich bereits jetzt habe, bündeln und unter einer gemeinsamen Identität verbinden. Diese «Ateliergemeinschaft» soll mir auch nach dem HyperWerk helfen einer Selbständigen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Projekt: Aus diesem Arbeitsverhältnis soll anschliessend mein Diplomprojekt entstehen. So könnte ich – am exemplarischen Beispiel von Klischée – neue Strategien der Vermarktung entwickeln, neue Ausdrucksmöglichkeiten für Musiker erproben, oder eine erste Arbeit für mein Portfolio realisieren.

3. Gemeinschaftsthematik
Im Kontext meiner Diplomarbeit ist das Jahresthema «Gemeinschaft» für mich Ansatz einer tiefgreifenden Beschäftigung über mein Netzwerk. Dies ist sowohl in meinen als auch in den Projekten meiner Mitstudierenden eine Alltäglichkeit. Des weiteren interessieren mich vor allem Aspekte der Finanzierung von Arbeitsgemeinschaften und Ateliers, welche Formen von Arbeitsgemeinschaften es für Selbstständige gibt und wie Gemeinschaften mit gesellschaftlichen Fragen umgehen.