abstract

die maschinen greifen ein in unsere arbeitswelt freizeit überall.. immer schneller immer kleiner immer intelligenter. wie weit werden wir unsere maschinen noch gehen lassen ? eine welt ohne menschen. welt voller bildschirme uns ist nicht bewusst welche tiefgreifende veränderungen diese digitalen maschinen in uns bewirken. die erfindung der uhr zeitplan produktivität uhrwerkskultur geht über in die computerkultur ohne zeitplan programme unseres leben haben tendenz zu süchtig machenden mustern. eine welt in der wir uns physisch und emotional voneinander entfernen. habe für nichts mehr zeit kann mich nicht konzentrieren digitale daten wird zum mensch mensch wird zu digitalen daten folgen für die wirklichkeit ? sind erfolg und fortschritt das höchste ziel ? technoligische fortschritte waren in den letzten 20 jahren schneller als das denken ich als individuum massenproduktion / individuum individuum & gesellschaft junge menschen anpacken weg vom bildschirm raus aus dem labor portraitieren geschichten erzählen zeitdokument, analoges arbeiten, technik, etwas tun, etwas erschaffen, bildwelten, fotografie, rituale, haptisch, wissen vermitteln, open source, cultural bricolage welt ohne menschen wer bin ich wo ? wo bin ich ich……

KONTEXT

mich beschäftigen fragen die die heutige gesellschaft verändert formt und fordert. ich widme mich stark dem thema bildwelten, digital&analog. das analoge arbeiten, was meiner mei- nung nach unabdingbar ist für das wohl des menschen physisch wie psychisch. das analoge arbeiten wende auch ich an und zwar anhand von alternativen drucktechniken und edeldruckverfahren. ich höre immer wieder den bekannten satz, massenproduktion fördert das verlangen nach individuali- tät.und das trifft meiner meinung nach sehr zu. jeder will grafiker sein, jeder will künstler sein jeder will sich neu erfinden und sein. am liebsten natürlich jemand in der kreativwirtschaft. ich möchte ein zeitdokument zur heutigen gesellschaft schaffen, in welche konkrete richtung es gehen soll steht noch offen. klar ist dass man das ganze herunterbrechen muss auf katzen, fussball, kleider. es bricht also die zeit der elektronischen gehirne an. der rechner, der maschinen, die informieren, lehren, kommunizieren, komplexe probleme in lichtgeschwindigkeit lösen. die maschinen greifen ein in unsere arbeitswelt, freizeit überall… immer schneller immer kleiner immer intelligenter. wie weit werden wir unsere maschinen noch gehen lassen ? die virtuelle und digitale neue welt endstand vor knapp 15 jahren und uns ist nicht bewusst welche tiefgreifende veränderungen diese digitalen maschinen in uns bewirken. ich spreche oft vom digitalen burnout, dass ich selber an mir und vielen mitstudenten, mitmenschen, gleichaltrigen aber auch älteren beobachten kann. der mensch wird überflüssig, die maschine ist besser, exakter, effizienter und braucht keine pause. nur was machen wir menschen dann wenn die maschinen für uns arbeiten? brauchen wir unsere arbeit nicht ? stürzen wir uns in die leere und ratlosigkeit indem wir unsere traditionen den maschinen ausliefern?

FRAGESTELLUNG

was macht der mensch wenn die maschinen alles für ihn erledigen ?

meine idee/arbeit basiert auf dem spannungsgebiet mensch – maschine. was macht das analoge aus ? was macht das digitale aus ? warum digitales burnout ? in der digitalen welt stossen wir auf keinen wiederstand. alles geht alles ist möglich. dies ist das eigentlich zentrale „problem“. in der analogen welt spüren wir diesen wiederstand, er hat seine tücken man muss sich damit auseinandersetzten, man muss seine hände einsetzen und erlebt sich in diesem prozess selber.

RECHERCHE / UMFELD

mein externer coach wird voraussichtlich harald taglinger sein. ich hatte heute mein erstes brainstor- ming mit ihm bezüglich: medienkritik was macht der mensch wenn die maschine alles für ihn erledigt digitales testament

rasender stillstand // uhrzeitalter wird vom digitalen zeitalter abgelöst was treibt den mensch an // angst vor dem tod // spuren setzen // digitale spuren

ich bilde mich auch weiter im bezug edeldruckverfahren. dieses wochenende habe ich mich mit dem wetplate collodion verfahren, also eines der ersten fotografischen verfahren überhaupt auseinander- gesetzt. der wetplate fotograf stefan sappert aus wien hat mich in diese technik eingeführt und ist auch bereit mir weiterhin zu helfen falls ich dieses verfahren in meinem diplom anwenden möchte.